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Kosten beim Verkauf

Maklerprovision beim Verkauf: Was du zahlst und wofür

Von Sonja Winter, Immobilienmaklerin · Stand: November 2026

Jetzt wird's ein bissl heikel, weil ich selber Maklerin bin. Neutral bin ich also nicht. Aber genau deshalb weiß ich, was du verlangen darfst. Bei Kaufpreisen über 36.336,42 € liegt die übliche Provision für Verkäufer bei 3 % plus 20 % Umsatzsteuer, und gezahlt wird erst, wenn verkauft ist.

Wie viel ist erlaubt?

Die Immobilienmaklerverordnung legt Höchstsätze fest. Für den Verkauf einer Wohnung, eines Hauses oder eines Grundstücks gilt:

KaufpreisHöchstens
bis 36.336,42 €4 % plus USt
über 36.336,42 €3 % plus USt

Das gilt, wenn auch der Käufer Provision zahlt, was in Österreich die Regel ist. Wird mit dem Käufer keine Provision vereinbart, darf die Verkäuferseite bis zum Doppelten zahlen. Vereinbart der Makler mit dem Käufer weniger als den Höchstsatz, darf er den Unterschied mit dir zusätzlich vereinbaren. Das muss aber im Vertrag stehen, automatisch passiert da nichts.

Beispiel: Verkauf um 400.000 €Euro
3 % Provision12.000
20 % Umsatzsteuer darauf2.400
Du zahlst14.400

Übrigens: Das Bestellerprinzip, von dem man so viel hört, gilt seit Juli 2023 nur bei Mietwohnungen. Beim Verkauf zahlen meistens beide Seiten.

Wann du zahlst

Erst, wenn der Kaufvertrag rechtswirksam zustande gekommen ist und der Makler dazu beigetragen hat. Keine Vorauszahlung, keine Bearbeitungsgebühr. Wer Geld will, bevor überhaupt jemand gekauft hat, bei dem würd ich genau hinschauen.

Fällig ist die Provision mit dem Kaufvertrag, in der Praxis wird sie meist über den Notar oder Anwalt aus dem Kaufpreis bezahlt. Steuerlich kannst du sie beim 30-%-Satz der Immobilienertragsteuer übrigens nicht abziehen.

Wann du auch ohne Verkauf zahlen könntest

Das ist der Teil, den viele überlesen. Das Maklergesetz erlaubt, für bestimmte Fälle eine Zahlung auch ohne Vermittlungserfolg zu vereinbaren, höchstens in Höhe der Provision. Zum Beispiel, wenn du kurz vor Abschluss ohne guten Grund absagst, obwohl der Käufer alles erfüllt. Bei einem Alleinvermittlungsauftrag kommen weitere Fälle dazu, etwa wenn du in der Laufzeit über einen anderen Makler verkaufst.

Gilt aber nur, wenn es im Vertrag steht. Lies diese Stelle also genau, bevor du unterschreibst. Ein guter Makler erklärt dir das gern. Wenn einer ausweicht, merk dir das.

Was du dafür bekommen solltest

Und noch was: Die Gewerbeberechtigung jedes Maklers prüfst du in einer Minute selbst im GISA, dem offiziellen Verzeichnis aller Gewerbe in Österreich.

Häufige Fragen

Wie viel Provision zahlt der Verkäufer in Österreich?

Üblich sind 3 % des Kaufpreises plus 20 % Umsatzsteuer, das ist bei Kaufpreisen über 36.336,42 € der Höchstsatz, wenn auch der Käufer Provision zahlt. Bei 400.000 € sind das 14.400 €.

Muss ich Provision zahlen, wenn nicht verkauft wird?

Grundsätzlich nein. Nur in den Fällen, die das Maklergesetz erlaubt und die im Vertrag ausdrücklich vereinbart sind, zum Beispiel wenn du ohne guten Grund kurz vor Abschluss absagst.

Gilt das Bestellerprinzip auch beim Verkauf?

Nein. Das Bestellerprinzip gilt seit Juli 2023 nur für Mietwohnungen. Beim Kauf zahlen meistens Käufer und Verkäufer jeweils Provision.

Kann ich die Provision verhandeln?

Ja, die Höchstsätze sind Obergrenzen, keine Pflicht. Was am Ende gilt, steht im Vermittlungsauftrag.

Wann wird die Provision fällig?

Wenn der Kaufvertrag rechtswirksam zustande gekommen ist. Bezahlt wird meist über den Notar oder Anwalt aus dem Kaufpreis.

Porträt von Sonja Winter

Du willst wissen, was ein Verkauf mit mir kostet?

Ruf mich an oder schreib mir. Was die Provision bei mir ausmacht und was ich dafür mache, bekommst du schriftlich, bevor du irgendwas unterschreibst. Das Erstgespräch ist kostenlos.

Erstgespräch anfragen Anrufen: 0650 968 58 18

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Quellen

Stand: November 2026. Allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Deinen Fall rechnet dir eine Steuerberaterin, der Notar oder ein Anwalt verbindlich aus.

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